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wieviel ist mindestlohn

Wie viel ist Mindestlohn? Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 2026 brutto 13,90 Euro pro Stunde, was bei 40 Wochenstunden rund 28.832 Euro brutto im Jahr entspricht.

Stundenlohn oder Monatsgehalt? So vergleichen Sie Angebote richtig

Ob Sie ein Stellenangebot mit Stundenlohn oder festem Monatsgehalt erhalten – der direkte Vergleich ist oft nicht einfach. Viele Arbeitnehmer fragen sich: Wie viel ist Mindestlohn eigentlich im Monat oder im Jahr? Und wie rechnet man einen Stundenlohn korrekt in ein Monatsgehalt um? Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Angebote transparent zu vergleichen und die Brutto-Werte richtig einzuordnen.

Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen – die Faustformel

Die gängigste Methode zur Umrechnung basiert auf der Jahresarbeitszeit. Gehen Sie von Ihrer vertraglichen Wochenarbeitszeit aus (meist 35 bis 40 Stunden). Die Faustformel lautet:

  • Jahresgehalt (brutto) = Stundenlohn × Wochenstunden × 52
  • Monatsgehalt (brutto) = Jahresgehalt ÷ 12

Beispiel: Bei einem Stundenlohn von 15 Euro und 40 Wochenstunden ergibt sich: 15 € × 40 × 52 = 31.200 € brutto im Jahr. Das Monatsgehalt beträgt 31.200 € ÷ 12 = 2.600 € brutto.

Wichtig: Diese Umrechnung gilt für das Bruttogehalt ohne Zulagen, Überstunden oder Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld. Auch Schichtzuschläge oder Gefahrenzulagen sind nicht enthalten. Prüfen Sie daher immer Ihren individuellen Arbeitsvertrag.

Wie viel ist Mindestlohn? Aktuelle Werte und Entwicklung

Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmäßig von der Mindestlohnkommission angepasst und vom BMAS per Verordnung festgelegt. Hier die aktuellen und kommenden Stundensätze:

  • 2025: 12,82 € pro Stunde → ca. 26.666 € brutto/Jahr (40 Std./Woche)
  • Ab 1. Januar 2026: 13,90 € pro Stunde → ca. 28.832 € brutto/Jahr (40 Std./Woche)
  • Ab 1. Januar 2027: 14,60 € pro Stunde → ca. 30.368 € brutto/Jahr (40 Std./Woche)

Die Werte basieren auf der On-Site-Referenz-DB des Betreibers. Zum Vergleich: Das Median-Bruttoeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt laut Destatis bei rund 45.000 Euro brutto im Jahr – der Mindestlohn erreicht also etwa zwei Drittel dieses Medians.

Brutto und Netto: Was bleibt vom Mindestlohn übrig?

Vom Bruttogehalt werden Steuern (Lohnsteuer, ggf. Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag) und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) abgezogen. Die Höhe des Nettolohns hängt entscheidend von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und der Kirchensteuer ab.

Eine grobe Einordnung: In Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) bleiben bei einem Bruttomonatsgehalt von rund 2.400 € (entspricht Mindestlohn 2026) etwa 60–70 % netto übrig. Bei Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) kann der Nettoanteil höher ausfallen. Für eine genaue Berechnung nutzen Sie am besten einen offiziellen Brutto-Netto-Rechner.

Angebote vergleichen: Worauf Sie achten sollten

Wenn Sie ein Jobangebot mit Stundenlohn und eines mit Monatsgehalt vergleichen, rechnen Sie beide auf die gleiche Basis um. Beachten Sie dabei:

  • Wochenarbeitszeit: Ein Stundenlohn von 15 € bei 35 Stunden ergibt ein niedrigeres Monatsgehalt als derselbe Stundenlohn bei 40 Stunden.
  • Überstunden: Sind Überstunden im Stundenlohn enthalten oder werden sie extra vergütet? Bei einem Monatsgehalt sind Überstunden oft pauschal abgegolten.
  • Zuschläge: Nacht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge erhöhen den effektiven Stundenlohn. Fragen Sie im Vorstellungsgespräch nach.
  • Sonderzahlungen: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Boni sind im Stundenlohn nicht enthalten, können aber das Jahresgehalt deutlich steigern.

Unser Stundenlohn Umrechnen-Tool hilft Ihnen, verschiedene Angebote schnell zu vergleichen. Nutzen Sie auch den Rechner für eine präzise Umrechnung.

Fazit

Die Frage „Wie viel ist Mindestlohn?“ lässt sich klar beantworten: Der gesetzliche Mindestlohn steigt schrittweise auf 13,90 € (2026) und 14,60 € (2027) pro Stunde. Mit der Faustformel können Sie jeden Stundenlohn in ein Monats- oder Jahresgehalt umrechnen – und so Angebote fair vergleichen. Denken Sie daran, dass es sich um Bruttowerte handelt und das Netto individuell variiert. Für weitere Informationen besuchen Sie unseren Ratgeber mit vielen Praxisbeispielen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?

Ab 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das ein Bruttojahresgehalt von rund 28.832 Euro (laut Berechnung des Betreibers).

Wie rechne ich Stundenlohn in Monatsgehalt um?

Multiplizieren Sie den Stundenlohn mit den vereinbarten Wochenstunden und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das Bruttomonatsgehalt zu erhalten. Beispiel: 15 € × 40 Std. × 52 = 31.200 € brutto/Jahr, geteilt durch 12 = 2.600 € brutto/Monat.

Was bleibt netto vom Mindestlohn?

Das Nettoeinkommen hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialabgaben ab. In Steuerklasse I können etwa 60–70 % des Bruttos netto übrig bleiben, jedoch ist eine individuelle Berechnung (z. B. mit einem Brutto-Netto-Rechner) notwendig.

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