wie hoch ist momentan der mindestlohn
Wie hoch ist momentan der Mindestlohn? Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde brutto, was bei 40 Wochenstunden einem Jahresbruttogehalt von rund 28.832 Euro entspricht.
Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen – aktueller Mindestlohn 2025/2026/2027
Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber fragen sich: Wie hoch ist momentan der Mindestlohn? Die Antwort ist nicht statisch, denn der gesetzliche Mindestlohn wird regelmäßig von der Mindestlohnkommission angepasst und von der Bundesregierung per Verordnung festgelegt. Für die Jahre 2025, 2026 und 2027 liegen die Werte bereits fest. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie aus einem Stundenlohn das monatliche und jährliche Bruttogehalt berechnen, welche Abzüge zu erwarten sind und worauf Sie bei Überstunden und Zuschlägen achten sollten.
Die Umrechnungsformel: Stundenlohn → Monatsgehalt → Jahresgehalt
Die grundlegende Formel lautet:
Jahresbruttogehalt = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 52 Wochen
Monatsbruttogehalt = Jahresbruttogehalt ÷ 12
Dabei wird von einer 40-Stunden-Woche ausgegangen, da dies der typischen Vollzeitbeschäftigung in Deutschland entspricht. Arbeiten Sie weniger Stunden (Teilzeit) oder mehr (Überstunden), müssen Sie die tatsächliche Wochenstundenzahl einsetzen. Die Multiplikation mit 52 Wochen berücksichtigt, dass ein Jahr etwas mehr als 52 Wochen hat – genau genommen 52,14, aber für die grobe Umrechnung reichen 52 Wochen. Wer es exakt möchte, kann mit 52,14 multiplizieren, die Abweichung beträgt meist nur wenige Euro.
Beispielrechnung mit dem Mindestlohn 2026 (13,90 €/Std.):
- Jahresbrutto: 13,90 € × 40 Std. × 52 = 28.912 €
- Monatsbrutto: 28.912 € ÷ 12 = 2.409,33 €
Diese Werte sind Bruttowerte. Das tatsächliche Netto hängt von Ihrer Steuerklasse, Ihren Freibeträgen und den Sozialversicherungsbeiträgen ab.
Aktuelle Mindestlohnstufen im Überblick
Die Mindestlohnkommission hat die Erhöhungen für die kommenden Jahre beschlossen. Die Werte gelten bundesweit für alle Branchen, sofern kein höherer Tariflohn vereinbart ist.
| Zeitraum | Stundenlohn (brutto) | Jahresbrutto (40 Std./Wo.) | Monatsbrutto (40 Std./Wo.) |
|---|---|---|---|
| 2025 | 12,82 € | ca. 26.665,60 € | ca. 2.222,13 € |
| ab 1.1.2026 | 13,90 € | ca. 28.912,00 € | ca. 2.409,33 € |
| ab 1.1.2027 | 14,60 € | ca. 30.368,00 € | ca. 2.530,67 € |
Quelle: BMAS / Mindestlohnkommission
Zum Vergleich: Das Median-Bruttoeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt bei rund 45.000 Euro pro Jahr. Der Mindestlohn bleibt also deutlich darunter, bietet aber eine wichtige Lohnuntergrenze.
Brutto vs. Netto – was bleibt vom Mindestlohn übrig?
Vom Bruttogehalt werden folgende Abzüge fällig:
- Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse und Höhe des Einkommens)
- Solidaritätszuschlag (entfällt für die meisten Geringverdiener)
- Kirchensteuer (falls Mitglied)
- Sozialversicherungsbeiträge: Krankenversicherung (ca. 14,6 % + Zusatzbeitrag, hälftig geteilt), Rentenversicherung (18,6 % hälftig), Arbeitslosenversicherung (2,6 % hälftig), Pflegeversicherung (ca. 3,4 % hälftig, mit Kinderzuschlag)
Bei einem Mindestlohn von 13,90 € brutto/Std. (2026) und einer 40-Stunden-Woche ergibt sich ein Bruttomonatsgehalt von rund 2.409 €. In Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) liegt das Netto etwa bei 1.600–1.700 €, je nach Krankenkasse und Bundesland. In Steuerklasse III (verheiratet, Alleinverdiener) kann das Netto höher ausfallen. Eine genaue Berechnung liefert der Brutto-Netto-Rechner auf unserer Seite.
Überstunden und Zuschläge – was gilt beim Mindestlohn?
Der gesetzliche Mindestlohn ist der Basisstundenlohn. Überstunden müssen ebenfalls mindestens mit dem aktuellen Mindestlohn vergütet werden, sofern kein Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag eine höhere Vergütung vorsieht. Zuschläge für Nachtarbeit, Sonntags- oder Feiertagsarbeit kommen zusätzlich zum Mindestlohn hinzu – sie dürfen nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden. Das Bundesarbeitsgericht hat klargestellt, dass der Mindestlohn ungeschmälert zu zahlen ist.
Beispiel: Arbeitet ein Beschäftigter an einem Sonntag, erhält er den Mindestlohn (13,90 €) plus den tariflichen oder vertraglichen Sonntagszuschlag (z. B. 50 % = 6,95 €). Insgesamt also 20,85 € pro Stunde. Ohne Tarifvertrag gilt der gesetzliche Mindestlohn als Untergrenze; Zuschläge müssen extra vereinbart sein.
Tipps zur korrekten Umrechnung
- Wochenstunden prüfen: Nicht jeder Vollzeitjob umfasst 40 Stunden. Manche Branchen haben 37,5 oder 38,5 Stunden. Passen Sie die Formel entsprechend an.
- Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Diese Sonderzahlungen sind nicht im Stundenlohn enthalten. Sie erhöhen das tatsächliche Jahreseinkommen, müssen aber separat berechnet werden.
- Minijob-Grenze beachten: Bei einem Minijob darf das monatliche Brutto 556 Euro (2025) nicht überschreiten. Bei 13,90 €/Std. sind das maximal 40 Stunden pro Monat (556 ÷ 13,90 = 40). Wer mehr arbeitet, rutscht in die Gleitzone.
Weitere Informationen zur Umrechnung finden Sie in unserem Ratgeber und auf der Seite Stundenlohn Umrechnen.
Fazit
Die Frage „Wie hoch ist momentan der Mindestlohn?“ lässt sich klar beantworten: 2025 sind es 12,82 €, ab 2026 13,90 € und ab 2027 14,60 € pro Stunde brutto. Mit der einfachen Formel Stundenlohn × Wochenstunden × 52 ÷ 12 erhalten Sie das monatliche Bruttogehalt. Denken Sie daran, dass Nettoabzüge individuell variieren und Überstunden sowie Zuschläge extra vergütet werden müssen. Nutzen Sie unseren Rechner für eine persönliche Berechnung.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie stets die aktuellen amtlichen Veröffentlichungen von BMAS und Mindestlohnkommission.
Häufige Fragen
Wie rechnet man einen Stundenlohn in ein Monatsgehalt um?
Multiplizieren Sie den Stundenlohn mit den wöchentlichen Arbeitsstunden und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Jahresgehalt durch 12, um das monatliche Bruttogehalt zu erhalten. Beispiel: 13,90 € × 40 Std. × 52 = 28.912 € brutto/Jahr ÷ 12 = 2.409,33 € brutto/Monat. Die genauen Werte können je nach Wochenstundenzahl variieren.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt beim Mindestlohn?
Das Bruttogehalt ist der vertraglich vereinbarte Lohn vor Abzügen. Vom Brutto werden Steuern (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer) und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) abgezogen. Das Netto ist der tatsächliche Auszahlungsbetrag. Die Höhe der Abzüge hängt von Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und Bundesland ab. Eine grobe Faustregel: Bei Steuerklasse I liegt der Nettoanteil etwa bei 65–75 % des Bruttos.
Gilt der gesetzliche Mindestlohn auch für Minijobs und Teilzeit?
Ja, der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch Minijobber und Teilzeitkräfte haben Anspruch auf mindestens den aktuellen Mindestlohn pro geleisteter Arbeitsstunde. Bei Minijobs mit Verdienstgrenze von 556 Euro (Stand 2025) darf der Stundenlohn nicht unter dem Mindestlohn liegen, sonst wird die Grenze überschritten.
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