mindestlohn zeitarbeit 2026
Mindestlohn Zeitarbeit 2026: Stundenlohn, Monatsgehalt und Brutto-Jahresverdienst
Der gesetzliche Mindestlohn in der Zeitarbeit beträgt ab 1. Januar 2026 13,9 Euro brutto pro Stunde.
Mindestlohn Zeitarbeit 2026: Was Sie wissen müssen
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,9 Euro brutto pro Stunde. Das hat die Mindestlohnkommission auf Basis der Empfehlung der Bundesregierung beschlossen. Für Zeitarbeitnehmer gilt dieser Mindestlohn grundsätzlich ebenfalls – allerdings gibt es in der Branche oft Tarifverträge, die höhere Stundenlöhne vorsehen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie den Stundenlohn in ein Monats- oder Jahresgehalt umrechnen, was brutto und netto bedeutet und worauf Sie bei der Zeitarbeit achten sollten.
Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen
Die Umrechnung von Stundenlohn auf Monats- oder Jahresbasis folgt einer einfachen Faustformel. Gehen Sie von Ihrer vertraglichen Wochenarbeitszeit aus – in Vollzeit sind das meist 40 Stunden. Multiplizieren Sie den Stundenlohn mit den Wochenstunden und dann mit 52 (Anzahl der Wochen im Jahr). Das Ergebnis ist Ihr Brutto-Jahresgehalt. Teilen Sie dieses durch 12, erhalten Sie das Brutto-Monatsgehalt.
Beispiel für den Mindestlohn 2026 in der Zeitarbeit (40-Stunden-Woche):
- Stundenlohn: 13,9 €
- Jahresgehalt: 13,9 € × 40 × 52 = 28.832 € brutto
- Monatsgehalt: 28.832 € ÷ 12 ≈ 2.402,67 € brutto
Arbeiten Sie weniger Stunden (z. B. 35 Stunden pro Woche), sinkt das Jahresgehalt entsprechend: 13,9 € × 35 × 52 = 25.228 € brutto/Jahr. Nutzen Sie unseren Rechner für eine individuelle Umrechnung.
Brutto und Netto: Eine grobe Einordnung
Das Bruttogehalt ist der Betrag, den Ihr Arbeitgeber Ihnen vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zahlt. Was netto auf Ihrem Konto landet, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Steuerklasse (I bis VI)
- Kirchensteuer (ja/nein)
- Kinderfreibeträge
- Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
Eine grobe Faustregel: Bei Steuerklasse I und gesetzlicher Krankenversicherung bleiben etwa 60 bis 70 Prozent des Bruttos als Nettogehalt übrig. Für den Mindestlohn 2026 (2.402,67 € brutto/Monat) wären das rund 1.440 bis 1.680 € netto. Diese Angabe ist jedoch unverbindlich – für eine genaue Berechnung empfehlen wir einen Brutto-Netto-Rechner oder die Beratung durch einen Lohnsteuerhilfeverein.
Besonderheiten in der Zeitarbeit
In der Zeitarbeit gelten einige spezielle Regelungen:
- Equal Pay: Nach einer bestimmten Einsatzdauer (meist 9 Monate) haben Zeitarbeitnehmer Anspruch auf das gleiche Gehalt wie festangestellte Mitarbeiter im Kundenbetrieb – sofern kein Tarifvertrag abweichende Regelungen vorsieht.
- Tarifverträge: Viele Zeitarbeitsfirmen sind an Branchentarifverträge gebunden, die oft über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach, welcher Tarifvertrag gilt.
- Zuschläge: Für Überstunden, Nachtarbeit oder Feiertagsarbeit können zusätzliche Zuschläge vereinbart sein. Diese erhöhen Ihr Bruttogehalt, sind aber in der einfachen Umrechnung nicht enthalten.
Weitere Informationen zu Gehaltsdaten und Tarifen finden Sie in unserem Ratgeber.
Vergleich mit anderen Jahren
Der gesetzliche Mindestlohn entwickelt sich schrittweise:
- 2025: 12,82 €/Std. → ca. 26.665,60 € brutto/Jahr (40 Std./Woche)
- 2026: 13,9 €/Std. → ca. 28.832 € brutto/Jahr
- 2027: 14,6 €/Std. (geplant) → ca. 30.368 € brutto/Jahr
Zum Vergleich: Der Median-Bruttoverdienst einer Vollzeitkraft in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt bei rund 45.000 € brutto/Jahr. Der Mindestlohn bleibt also deutlich darunter, bietet aber eine wichtige untere Einkommensgrenze.
Fazit
Der Mindestlohn Zeitarbeit 2026 beträgt 13,9 Euro brutto pro Stunde. Mit der Faustformel können Sie leicht Ihr Brutto-Monats- oder Jahresgehalt berechnen. Denken Sie daran, dass Netto individuell unterschiedlich ausfällt und dass in der Zeitarbeit oft Tarifverträge oder Equal-Pay-Regelungen zu höheren Löhnen führen können. Nutzen Sie unsere Gehaltsdaten für weitere Orientierung und prüfen Sie stets Ihren Arbeitsvertrag.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder die zuständige Behörde.
Häufige Fragen
Gilt der gesetzliche Mindestlohn auch für Zeitarbeitnehmer?
Ja, der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer in Deutschland, einschließlich Zeitarbeit. Ab 1. Januar 2026 beträgt er 13,9 Euro brutto pro Stunde. Allerdings können Tarifverträge in der Zeitarbeit höhere Löhne vorsehen – informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber oder der zuständigen Gewerkschaft.
Wie rechne ich den Stundenlohn in ein Monatsgehalt um?
Nehmen Sie Ihren Stundenlohn, multiplizieren Sie ihn mit den wöchentlichen Arbeitsstunden und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Jahresgehalt durch 12, um das Brutto-Monatsgehalt zu erhalten. Beispiel: 13,9 € × 40 Std./Woche × 52 = 28.832 € brutto/Jahr; Monat: 28.832 € ÷ 12 ≈ 2.402,67 € brutto.
Was bleibt netto vom Mindestlohn in der Zeitarbeit übrig?
Das Netto hängt stark von Ihrer Steuerklasse, Kirchensteuer und Sozialabgaben ab. Eine grobe Orientierung: Bei Steuerklasse I und gesetzlicher Krankenversicherung liegt der Nettolohn etwa bei 60–70 % des Bruttos. Für eine genaue Berechnung nutzen Sie einen Brutto-Netto-Rechner oder wenden Sie sich an eine Lohnsteuerhilfe.
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