wie viel netto vom brutto
Stundenlohn vs. Monatsgehalt: So vergleichen Sie Angebote richtig – und wissen, wie viel netto vom brutto bleibt
Ab 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei 40 Wochenstunden entspricht das rund 28.832 Euro brutto im Jahr.
Stundenlohn oder Monatsgehalt – was ist besser vergleichbar?
Wenn Sie ein neues Jobangebot erhalten, stehen Sie oft vor der Frage: Ist ein Stundenlohn von 18 Euro attraktiver als ein Monatsgehalt von 3.200 Euro? Um Angebote fair zu vergleichen, müssen Sie beide Angaben auf eine einheitliche Basis umrechnen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie das funktioniert, und erklärt, was Sie bei der Frage „wie viel netto vom brutto“ beachten müssen.
Die Umrechnungsformel: Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt
Die Grundformel lautet:
Jahresbrutto = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 52
Monatsbrutto = Jahresbrutto ÷ 12
Beispiel: Bei einem Stundenlohn von 15 Euro und einer 40-Stunden-Woche ergibt sich:
- Jahresbrutto: 15 € × 40 × 52 = 31.200 €
- Monatsbrutto: 31.200 € ÷ 12 = 2.600 €
Diese Rechnung liefert den Bruttobetrag. Um zu erfahren, wie viel netto vom brutto übrig bleibt, müssen Sie Steuern und Sozialabgaben abziehen – dazu später mehr.
Aktuelle Mindestlohnwerte als Orientierung
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde (laut BMAS und Mindestlohnkommission). Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro. Daraus ergeben sich folgende Brutto-Jahresgehälter bei 40 Wochenstunden:
| Stundenlohn | 40 Std./Woche | Jahresbrutto |
|---|---|---|
| 13,90 € | 40 | 28.832 € |
| 14,60 € | 40 | 30.368 € |
Der Bruttomedianlohn von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt bei rund 45.000 Euro brutto im Jahr – das entspricht etwa 21,63 Euro Stundenlohn bei 40 Stunden.
Brutto ist nicht gleich Netto – die entscheidende Frage
Die Frage „wie viel netto vom brutto“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Das Netto hängt von mehreren Faktoren ab:
- Steuerklasse (I bis VI)
- Kinderfreibeträge
- Kirchensteuer (ja/nein)
- Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung)
- Bundesland (Krankenkassenzusatzbeitrag variiert)
Beispiel: Ein lediger Arbeitnehmer ohne Kinder in Steuerklasse I mit einem Bruttomonatsgehalt von 3.000 Euro hat ein Netto von etwa 1.900 bis 2.100 Euro – je nach Krankenkasse und Kirchensteuer. Bei einem Stundenlohn von 15 Euro (40 Std./Woche) liegt das Brutto bei 2.600 Euro, das Netto entsprechend niedriger.
Nutzen Sie für eine individuelle Berechnung einen Brutto-Netto-Rechner oder den Rechner auf unserer Seite.
Überstunden, Zuschläge und Sonderzahlungen richtig einordnen
Bei Stellenangeboten mit Stundenlohn werden oft Überstunden oder Zuschläge (z. B. für Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit) extra vergütet. Diese sind nicht im Grundstundenlohn enthalten und müssen bei einem Vergleich mit einem Festgehalt berücksichtigt werden. Umgekehrt können bei einem Monatsgehalt Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld enthalten sein – fragen Sie immer nach der genauen Zusammensetzung.
Der BMAS-Mindestlohn-Rechner hilft, aus Stundenlohn und Arbeitszeit ein verstetigtes Monatsgehalt zu ermitteln. Beachten Sie: Zuschläge, die gesetzlich vorgeschrieben sind (z. B. Nachtzuschlag), dürfen nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden.
Branchenbesonderheiten und Ausnahmen
Für einige Branchen gelten höhere Mindestlöhne, etwa in der Pflege. Auch für Praktikanten gibt es Ausnahmen – der Mindestlohn gilt nicht für Pflichtpraktika im Rahmen der Ausbildung oder für kurze Orientierungspraktika. Informieren Sie sich auf den Seiten des BMAS oder in unserem Ratgeber.
Fazit: Vergleichen Sie immer auf Brutto-Basis und rechnen Sie Netto individuell
Um Jobangebote mit Stundenlohn und Monatsgehalt fair zu vergleichen, rechnen Sie beide auf das Jahresbrutto um. Die Frage „wie viel netto vom brutto“ bleibt aber eine persönliche Rechnung. Nutzen Sie dafür einen zuverlässigen Brutto-Netto-Rechner und lassen Sie sich im Zweifel von einem Steuerberater beraten. Weitere Gehaltsdaten und Umrechnungshilfen finden Sie in unseren Gehaltsdaten und auf Themen.
Häufige Fragen
Wie rechne ich einen Stundenlohn in ein Monatsgehalt um?
Multiplizieren Sie den Stundenlohn mit Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das monatliche Bruttogehalt zu erhalten. Beispiel: 15 €/h × 40 h/Woche × 52 / 12 = 2.600 € brutto/Monat. Der BMAS-Mindestlohn-Rechner hilft bei der genauen Berechnung.
Was bedeutet „wie viel netto vom brutto“ bei der Gehaltsumrechnung?
Vom Bruttogehalt werden Steuern (Lohnsteuer, ggf. Kirchensteuer) und Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) abgezogen. Der verbleibende Betrag ist Ihr Nettogehalt. Die Höhe hängt von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und Ihrem Wohnort ab. Eine genaue Aussage ist daher nur mit einem persönlichen Brutto-Netto-Rechner möglich.
Gilt der Mindestlohn auch für Minijobber und Praktikanten?
Ja, der gesetzliche Mindestlohn gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer, auch für Minijobber. Bei Praktikanten gibt es Ausnahmen, z. B. für Pflichtpraktika im Rahmen der Ausbildung oder für Orientierungspraktika von bis zu drei Monaten. Weitere Details finden Sie auf den Seiten des BMAS.
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