brutto und netto
Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen: Brutto und Netto verstehen
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 brutto 13,90 € pro Stunde; bei 40 Wochenstunden ergibt das rund 28.832 € brutto im Jahr.
Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen – Brutto und Netto verstehen
Wer seinen Stundenlohn kennt, möchte oft wissen, wie viel das monatlich oder jährlich brutto und netto ausmacht. Gerade im Kontext des gesetzlichen Mindestlohns und tariflicher Vergütungen ist diese Umrechnung wichtig, um das eigene Gehalt einordnen zu können. In diesem Ratgeber erklären wir die einfache Formel, zeigen Beispiele mit aktuellen Werten und gehen auf die Unterschiede zwischen Brutto und Netto ein.
Die Umrechnungsformel: Stundenlohn → Monats- und Jahresgehalt
Die grundlegende Umrechnung erfolgt in zwei Schritten:
- Jahresbrutto = Stundenlohn (brutto) × Wochenarbeitsstunden × 52 Wochen
- Monatsbrutto = Jahresbrutto ÷ 12
Diese Formel gilt für das Bruttogehalt ohne Zulagen, Überstunden, Schichtzuschläge oder Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Die Annahme von 52 Wochen pro Jahr ist ein üblicher Näherungswert; tatsächlich hat ein Jahr 52,14 Wochen, aber für die Praxis reicht die einfache Rechnung.
Beispiel mit dem aktuellen Mindestlohn:
- Stundenlohn: 13,90 € (gültig ab 1. Januar 2026 laut BMAS und Mindestlohnkommission)
- Wochenarbeitszeit: 40 Stunden
- Jahresbrutto: 13,90 € × 40 × 52 = 28.912 € (gerundet 28.832 € laut On-Site-Datenbank, je nach Rundung)
- Monatsbrutto: 28.912 € ÷ 12 ≈ 2.409 €
Beispiel mit einem höheren Stundenlohn:
- Stundenlohn: 20,00 €
- Wochenarbeitszeit: 40 Stunden
- Jahresbrutto: 20 € × 40 × 52 = 41.600 €
- Monatsbrutto: 41.600 € ÷ 12 ≈ 3.467 €
Brutto und Netto – was bleibt übrig?
Das Bruttogehalt ist der Betrag, den der Arbeitgeber vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zahlt. Das Nettogehalt ist das, was tatsächlich auf Ihrem Konto ankommt. Die Differenz hängt von mehreren Faktoren ab:
- Steuerklasse (I bis VI)
- Kinderfreibeträge und Faktorverfahren
- Kirchensteuer (ja/nein)
- Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung)
Eine pauschale Netto-Angabe ist daher nicht seriös. Für eine grobe Orientierung: Bei einem Bruttomonatsgehalt von 2.400 € (Mindestlohn 13,90 €, 40 Std./Woche) liegt das Netto je nach Steuerklasse zwischen etwa 1.700 € und 2.000 €. Nutzen Sie für Ihre persönliche Berechnung einen Brutto-Netto-Rechner oder informieren Sie sich in unserem Ratgeber zu diesem Thema.
Aktuelle Mindestlohnentwicklung
Der gesetzliche Mindestlohn wird von der unabhängigen Mindestlohnkommission regelmäßig angepasst. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt er 13,90 € brutto pro Stunde. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 € brutto pro Stunde (Quelle: BMAS). Die Kommission orientiert sich dabei an der Tarifentwicklung und am Referenzwert von 60 % des Bruttomedianlohns der Vollzeitbeschäftigten.
Für einige Branchen gelten höhere Mindestlöhne, etwa in der Pflege oder im Baugewerbe. Diese sind im allgemeinen Rechner nicht berücksichtigt – prüfen Sie daher immer Ihren spezifischen Tarifvertrag.
Wichtige Hinweise zur Umrechnung
- Die Umrechnung gilt für das Bruttogehalt. Wenn Ihr Arbeitgeber ein verstetigtes Monatsgehalt zahlt (gleicher Betrag jeden Monat), kann die tatsächliche Arbeitszeit schwanken. Der Mindestlohn muss dann für jede geleistete Stunde mindestens erreicht werden.
- Überstunden und Zuschläge (z. B. für Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit) sind in der einfachen Umrechnung nicht enthalten. Einige Zuschläge müssen bei der Berechnung des Brutto-Stundenlohns mit einfließen, andere nicht – hierzu berät die BMAS-Mindestlohn-Hotline.
- Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld können unter bestimmten Voraussetzungen auf den Mindestlohn angerechnet werden, wenn sie für denselben Abrechnungszeitraum geleistet werden.
Fazit
Die Umrechnung von Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt ist mit der einfachen Formel schnell gemacht. Entscheidend ist, dass Sie brutto und netto klar unterscheiden und Ihre persönlichen Abzüge berücksichtigen. Mit den aktuellen Mindestlohnwerten und den Hinweisen zu Zulagen und Sonderzahlungen haben Sie eine solide Grundlage, um Ihr Gehalt einzuordnen. Besuchen Sie auch unsere Seite Stundenlohn Umrechnen für weitere Rechner und Informationen.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie stets Ihren individuellen Arbeitsvertrag und aktuelle amtliche Veröffentlichungen, z. B. des BMAS oder der Mindestlohnkommission.
Häufige Fragen
Wie rechne ich meinen Stundenlohn in ein Monatsgehalt um?
Multiplizieren Sie Ihren Brutto-Stundenlohn mit Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das monatliche Bruttogehalt zu erhalten. Beispiel: 13,90 € × 40 Stunden × 52 = 28.912 € pro Jahr; geteilt durch 12 ergibt rund 2.409 € brutto pro Monat. Diese Umrechnung gilt für das Bruttogehalt ohne Zuschläge oder Überstunden.
Was bleibt netto von meinem Stundenlohn übrig?
Das Nettoeinkommen hängt von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen ab. Eine pauschale Angabe ist nicht möglich. Bei einem Bruttostundenlohn von 13,90 € und 40 Wochenstunden liegt das Netto je nach Steuerklasse grob zwischen etwa 1.700 € und 2.000 € pro Monat. Nutzen Sie für eine genauere Berechnung einen Brutto-Netto-Rechner mit Ihren persönlichen Daten.
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026 und 2027?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 € brutto pro Stunde. Diese Werte gelten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, sofern keine branchenspezifischen höheren Mindestlöhne (z. B. in der Pflege) greifen.
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